Die Große Reisch 2003 m

Eine sehr einfache, aber trotzdem lohnende Gipfelwanderung führt auf die Große Reisch. Bis zum Gasthof Jenesier Jöchl besteht die Möglichkeit, mit dem Auto zu fahren, bis dorthin führt ein nicht geteerter Forstweg. Man kann das Auto natürlich auch schon ein ganzes Stück weiter vorne am Straßenrand abstellen und einen Teil des Forstweges zu Fuß zurücklegen.

Vom Jenesier Jöchl führt ein romantischer Waldsteig leicht ansteigend bis zur Möltner Kaser, einem wunderbar gelegenen Berggasthaus. Von dort steigt man rechts hoch, auf einem angenehmem Weg durch Wald und Wiesen. Kaum lässt man den Wald zurück und befindet sich über der Baumgrenze, erblickt man den Gipfel der Großen Reisch und kann ihn gar nicht mehr verfehlen. Über einen markierten Wiesensteig geht es nicht sonderlich steil hinauf.  Das besondere an diesem Gipfel sind die Unmenge von so genannten „Steinmännchen“, in Südtirol bekannt als „Stoanerne Mandlen“. So wird landläufig auch dieser Gipfel bezeichnet: Man geht zu den „Stoanernen Mandlen“. Beeindruckend ist wirklich die Vielzahl, es müssen weit über 100 sein. Es ranken viele Mythen und Legenden um diese Steinmännchen, aber warum sie dort oben stehen und warum vor allem so viele dort stehen, weiß man nicht genau. Historisch belegt ist jedoch, dass die „Stoanernen Mandlen“ bereits im Jahre 1540 auf der großen Reisch standen. Der Platz hat etwas sehr mystisches. Und auch von hier genießt man einen phänomenalen Rundblick über das darunter liegende Sarntal auf der rechten Seite, bis weit in die Dolomiten im Osten, den Bozner Talkessel, das Überetsch und Südtiroler Unterland mit dem Weißhorn und dem Schwarzhorn im Süden.  Im Westen reicht der Blick bis in die Ortlergruppe und nordwestlich bis in die Texelgruppe und weiter bis zu den Ötztaler Alpen.

Höhenunterschied: ab Jenesier Jöchl 350 m
Gehzeiten: gesamt ca. 3 Stunden

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